Reifen - Sicher Autofahren zu jeder Jahreszeit

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Laut Experten beträgt die aufstehende Fläche aller vier Reifen ungefähr einem Mann mit Schuhgrösse 44. Dennoch müssen sie das Gewicht eines Pkw samt seiner Insassen sicher zum Stehen bringen. Eine unheimliche Herausforderung, die nur sicher gelingt, wenn die Pneus gut in Schuss sind. Aspekte wie die falsche Reifenart je nach Jahreszeit oder eine zu geringe Profiltiefe beeinträchtigen das Lenk- und Bremsverhalten des Wagens enorm.

Welche Arten von Pneus gibt es?

Im Handel sind Sommerreifen und Winterreifen sowie Ganzjahresreifen erhältlich. Auf die Unterschiede sowie ihre Vor- und Nachteile gehen wir in den nächsten Abschnitten ein.

Sommerreifen

Diese Pneus sind dank ihrer relativ harten Mischung bestens für milde und warme Temperaturen geeignet. Egal ob die Strasse trocken oder nass ist: Sommerreifen sind so konstruiert, dass sie sich den Gegebenheiten optimal anpassen. Allerdings ist der Anteil an Naturkautschuk bei diesen Modellen geringer, weshalb das Material bei Temperaturen unter 7 °C spröde wird.

Die Vor- und Nachteile von Sommerreifen

+ Bei Temperaturen über 7 °C sind Sommerpneus ganz in ihrem Element.
+ Dank dem geringen Rollwiderstand ist der Kraftstoffverbrauch geringer als bei anderen Reifen-Arten.
+ Um die Gefahr von Aquaplaning zu verringern, werden Sommerreifen mit Profilblöcken ausgestattet. Diese sorgen selbst bei einem starken Sommerregen für einen hohen Grip.
- Bei Temperaturen unter 7 °C verhärtet sich die Naturkautschuk-Mischung und wird spröde. Das wirkt sich nicht nur negativ auf das Handling des Wagens aus, sondern verlängert auch den Bremsweg.

Winterreifen

Bei Winterreifen wird ein höherer Anteil an Naturkautschuk verarbeitet, damit sie auch bei grosser Kälte geschmeidig bleiben. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich das Material optimal mit der Oberfläche der Fahrbahn verzahnt und so ein guter Grip trotz Schnee und Eis auf der Strecke gewährleistet wird.

Die Vor- und Nachteile von Winterreifen

+ Vor allem bei Temperaturen unter 7 °C sorgen Winterpneus für ein präzises Fahrverhalten und ein hohes Mass an Sicherheit beim Fahren.
+ Wer im Winter gerne Schneemänner baut weiss: Schnee auf Schnee haftet sehr gut. Daher sind Winterreifen so konzipiert, dass die vielen breiten und tiefen Profilrillen ihn aufnehmen und sich der Grip auf der Fahrbahnoberfläche so erhöht.
+ Dadurch wird der Vortrieb Ihres Fahrzeugs selbst auf vereisten und verschneiten Strassen deutlich verbessert.
+ Darüber hinaus sind in das Profil Tausende kleiner Einschnitte bzw. Lamellen eingearbeitet, die Wasser ableiten und vor Aquaplaning schützen.
- Das weichere Material hat im Sommer einen grossen Nachteil: es fährt sich schneller ab, wodurch Sie für den nächsten Winter womöglich schon wieder neue Pneus kaufen müssen.

Wo liegt der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen?

Alle Reifen sind schwarz und sehen auf den ersten Blick gleich aus. Dieser Irrglaube sorgt dafür, dass Autofahrer das Thema Reifen im Frühjahr und Herbst auf die leichte Schulter nehmen. Doch der grosse Unterschied liegt wie so oft im Detail: Das Profil, der Aufbau und die Gummimischung weichen bei Sommer- und Winterreifen stark voneinander ab.

Sommerreifen verfügen über eine deutlich härtere Gummimischung, um den hohen Temperaturen in den heissen Monaten standzuhalten. Da die Gummimischung bei Winterreifen deutlich weicher ist, fahren sie sich nicht nur bei grosser Wärme schneller ab, sondern der Bremsweg wird auch deutlich länger.

Zudem verfügen Winterreifen über viele kleine Einschnitte im Profil (sogenannte Lamellen), die eine gute Bodenlage auf Eis und Schnee gewährleisten. Allerdings sind Winterreifen nicht dazu geeignet grosse Wassermengen zu verdrängen, was sich vor allem bei einem Starkregen im Sommer negativ auswirkt.

Ganzjahresreifen

Ein Kompromiss aus den Vorteilen von Sommer- und Winterreifen sind sogenannte Allwetterreifen. Bei ihnen sind die Mischung und das Profil so aufgebaut, dass sie sowohl bei niedrigen als auch hohen Temperaturen ein sicheres Fahren ermöglichen.

Sind Ganzjahresreifen legal?

Auch wenn in vielen Ländern Europas eine Winterreifenpflicht besteht oder die Pneus wenigstens auf winterliche Bedingungen ausgelegt sein müssen, sind Ganzjahresreifen erlaubt. Bedingung ist allerdings, dass die Allwetterreifen mit einer Schneeflocke bzw. einem M+S-Zeichen gekennzeichnet sind.

Die Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen

+ Wer in einer Region mit mässigen Temperaturen ohne viel Schneefall lebt, wird mit Allwetterreifen gut fahren. Erfahrungsgemäss liegt der optimale Temperaturbereich dieser Reifen zwischen -20 °C und +40 °C.
+ Sie sparen sich den lästigen Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst. Dadurch sind die Reifen selbst nicht nur günstig, sondern es fallen auch keine Folgekosten an.
+ Dadurch fallen auch keine Kosten für den Wechsel und die Einlagerung an.
- Bei sehr glatten Strassen oder starkem Schneefall sind Winterreifen deutlich sicherer. Dies macht sich vor allem in Kurven und beim Bremsweg bemerkbar.
- Der Verschleiss ist bei vielen Ganzjahresreifen etwas höher als bei Sommer- und Winterreifen. Daher sollten Vielfahrer sich lieber für eine andere Variante entscheiden.

In welchem Zeitraum sollten Reifen gewechselt werden?

Der halbjährliche Reifenwechsel geht gern im Alltag mal unter. Tragen Sie sich daher die Termine direkt im Kalender ein. Folgende Eselsbrücke hilft beim Merken der Regelung:

Von O bis O

- von Ostern bis Oktober: Sommerreifen
- von Oktober bis Ostern: Winterreifen

Unabhängig davon sollten Sie aber natürlich die Wettervorhersagen für die nächsten Wochen im Blick behalten. Wenn es beispielsweise zu Ostern noch schneit, sollten die Winterpneus lieber noch drauf bleiben.

Tipp: Wenn Sie Reifen besonders günstig kaufen möchten, halten Sie zu diesen Zeiten Ausschau nach Sonderangeboten und Rabatten in unserem Online-Shop!

Besteht in der Schweiz eine generelle Winterreifenpflicht?

Nein. In der Schweiz überlässt der Gesetzgeber dem Autofahrer die Wahl zu entscheiden, welche Reifen bei welcher Wetterlage passen. Die Auflage an den Fahrer ist hier, dass das Fahrzeug betriebssicher sein muss und in jeder Situation beherrscht wird. Demnach ist es allerdings strafbar, beispielsweise bei Schnee und Eis mit Sommerreifen unterwegs zu sein.
Doch Achtung: Die Versicherungen sehen das etwas anders! Verursacht ein Autofahrer aufgrund ungeeigneter Reifen einen Unfall, kann die Versicherung ihre Leistungen ganz oder teilweise streichen.

Reifen kaufen - auf diese Markierung sollten Sie achten

Wenn Sie Reifen online kaufen profitieren Sie von der deutlichen Kennzeichnung der jeweiligen Modelle. Im Alltag fehlt diese Orientierungshilfe leider meistens. Achten Sie daher auf folgende Symbole:

  • Winterreifen: Alpine-Symbol bzw. Schneeflocke
  • Ganzjahresreifen: M+S oder Schneeflocke
  • Sommerreifen: keine

Egal ob beispielsweise Michelin Reifen oder Continental Reifen - diese Markierungen werden einheitlich genutzt und sollen Fahrern und der Polizei das Erkennen der Reifenart erleichtern.

Bei welcher Profiltiefe sollten Pneus ersetzt werden?

Wie eingangs bereits erwähnt beeinflusst das Profil massgeblich das Fahr- und Bremsverhalten des ganzen Wagens. Daher ist es nach Aussagen von Experten wichtig, die Reifen zu ersetzen, wenn folgenden Profiltiefen unterschritten werden:

  • Sommerreifen: ab einer Profiltiefe von 3 Millimeter
  • Winterreifen: ab einer Profiltiefe von 4 Millimeter
  • Ganzjahresreifen: ab einer Profiltiefe von 3 Millimeter

Der Gesetzgeber gibt zwar nur eine Mindest-Profiltiefe von 1,6 Millimeter vor, doch sobald der Wert von drei bis vier Millimeter unterschritten ist, macht sich das schnell beim Fahren bemerkbar.

Wie alt dürfen Reifen höchstens sein?

Die Jahreszeit und Profiltiefe sind nur ein Indikator dafür, wann Reifen ausgetauscht werden müssen. Auch das Reifenalter spielt eine grosse Rolle. Sobald die Pneus älter als sechs bis acht Jahre sind, fällt ein Wechsel an. Das Alter der Reifen erkennen Sie an der DOT-Nummer. An den letzten vier Ziffern dieser Kennzeichnung können Sie die Produktionswoche und das Herstellungsjahr ablesen.

Achten Sie beim Reifen kaufen daher auch unbedingt auf die DOT-Kennzeichnung um zu sehen, wie alt die Pneus schon sind. Wenn Sie Ihre Reifen online kaufen, steht das Datum meistens mit dabei.

Fahren sich günstige Reifen schneller ab?

Bei dieser Frage muss man die Worte günstig und billig unterscheiden. In den letzten Jahren schwemmen immer mehr Anbieter von Billigreifen aus Fernost nach Europa. In zahlreichen Tests hat sich leider bestätigt, dass Qualität eben doch ihren Preis hat. In den meisten Fällen ist der Bremsweg mit diesen Modellen deutlich länger, der Grip schlechter und der Verschleiss höher - sodass schnell wieder neue Reifen gekauft werden müssen.

Getreu dem Motto "Wer billig kauft, kauft zweimal" empfehlen wir Ihnen daher, nach Schnäppchen bei Markenprodukten Ausschau zu halten. Selbst Michelin Reifen oder Continental Reifen lassen sich so beispielsweise zu kleinen Preisen erstehen. Bei diesen Modellen können wir dann mit gutem Gewissen sagen: Günstige Reifen halten genauso lange wie teure Pneus.

Bei Fragen oder für weitere Informationen zur Thematik Autoreifen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne mit unserem Fachwissen beratend zur Seite. Kontaktieren Sie uns ganz unverbindlich telefonisch oder per E-Mail, wir beraten Sie gerne.

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