Sommerreifen - Sicher Autofahren im Sommer

sommerreifen

Egal ob bei heissen Temperaturen oder starkem Sommerregen: mit Sommerreifen liegt der Wagen gut auf der Strasse und bringt Sie sicher ans Ziel. Doch was genau ist eigentlich das Geheimnis von Sommerpneus? Und worauf sollte man bei diesen Reifen achten, damit sie weiter ihren Dienst leisten können? Das und mehr erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Was ist das Besondere an Sommerreifen?

Hersteller setzen bei Sommerpneus auf einen geringen Anteil an Naturkautschuk, wodurch die Reifen deutlich härter sind als jene für den Winter. Gleichzeitig bleibt das Material aber so flexibel, dass sie auf trockener und nasser Fahrbahn ein präzises Fahrverhalten ermöglichen.

Vorteil Nummer 1: das Profil

Während die Hersteller bei Winterreifen auf viele tiefe und breite Profilrillen setzen, besteht die Oberfläche bei Sommerreifen aus Profilblöcken. Diese leiten selbst grosse Wassermengen optimal ab, wodurch das Risiko von Aquaplaning deutlich verringert wird. Zudem liegen diese Profilblöcke beim Fahren grossflächig auf der Fahrbahn auf, was den Bremsweg senkt und für ein gutes Handling sorgt.

Vorteil Nummer 2: der geringere Anteil an Naturkautschuk

Dank der speziellen Gummimischung sind Sommerpneus härter als Winterreifen und bieten dadurch weniger Rollwiderstand. Das senkt nicht nur den Benzinverbrauch, sondern sorgt auch für einen hohen Komfort beim Fahren.

Der Nachteil an Sommerreifen: Sie sind nicht für den Winter geeignet

Wie eingangs bereits erwähnt verarbeiten Hersteller bei Sommerreifen weniger Naturkautschuk. Dadurch verhärtet das Material bei Temperaturen unter 7 °C allerdings und wird spröde. Zudem bleibt Schnee nicht so gut in den grossen Profilblöcken haften, wodurch der Grip deutlich geringer als mit Winterreifen ist.

Sind Ganzjahresreifen eine Alternative?

In den letzten Jahren sind sogenannte Allwetterreifen immer mehr auf dem Vormarsch. Der grosse Vorteil liegt natürlich darin, dass man im Frühjahr und Herbst den Reifenwechsel nicht im Kalender hat. Allerdings müssen Sie bei so einer Kompromisslösung folgende Abstriche machen:

  1. Die Mischung bei Ganzjahresreifen ist für einen Temperaturbereich von -20 °C bis +40 °C ausgelegt. Während Sommerpneus sehr hart sind und dadurch weniger Abrieb auf der Fahrbahn haben, sind Allwetterreifen deutlich weicher, wodurch der Verschleiss höher ist.

  2. Auch bei einem starken Sommerregen machen spezielle Reifen für die warmen Monate in Tests eine bessere Figur. Grund hierfür ist das Profil, das bei Ganzjahrespneus sowohl den Anforderungen von Regen, als auch Schnee und Eis gerecht werden muss. Dieser Mittelweg wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten bei witterungsbedingten Extremsituationen aus.

Wann sollten Sommerpneus aufgezogen werden?

Leider (oder zum Glück?) gibt es hierfür keinen generellen Stichtag in der Schweiz. Experten empfehlen daher zwei Dinge:

  1. Die Faustregel "von O bis O". Das bedeutet, dass Sommerreifen von Ostern bis Oktober die beste Wahl sind.
  2. Den Wetterbericht im Blick behalten. Wenn es ein goldener Oktober wird und die Temperaturen im November auch deutlich über 7 °C liegen, entscheiden Sie sich lieber für einen Sommerpneu.

Ist es sinnvoll Sommer- und Winterreifen zu mixen?

Rein rechtlich spricht in den Sommermonaten nichts dagegen, da die Gesetzgebung in der Schweiz den Autofahrern überlässt, mit welchen Reifen sie lieber fahren wollen, solange das Auto betriebssicher ist. Da der Verschleiss bei Winterreifen allerdings bei warmen Temperaturen deutlich höher ist, sollten Sie von einer Mischbereifung zum Wohle der Winterpneus absehen.

Ab welcher Profiltiefe sollten Sommerreifen ausgetauscht werden?

Experten empfehlen eine Sommerreifen Profiltiefe von mindestens drei Millimeter. Obwohl der Gesetzgeber nur ein Minimum von 1,6 Millimetern vorsieht

Wie eingangs erklärt punktet das Profil von Sommerreifen mit grossen Profilblöcken, die einen guten Grip auf der Strasse ermöglichen und Wasser ableiten. Ist das Profil nun dünner als drei Millimeter sind diese Vorteile kaum noch spürbar. Dadurch steigt das Risiko von Aquaplaning und Auffahrunfällen, da der Bremsweg spürbar länger wird.

Wie alt sollten Sommerpneus höchstens sein?

Abgesehen von der Profiltiefe hat auch das Alter einen grossen Einfluss auf das Fahr- und Bremsverhalten von Autos. Daher sollte ein Satz Reifen spätestens nach sechs bis acht Jahre ausgetauscht werden - egal wie tief das Profil noch ist. Das Jahr der Herstellung können Sie der DOT-Nummer entnehmen. Mehr darüber verraten wir im nächsten Abschnitt.

Sommerreifen kaufen in der Schweiz - das bedeuten die Markierungen auf einem Reifen

Die Kennzeichnungen auf Reifen sind inzwischen standardisiert, um auch Laien das Ablesen wichtiger Daten zu erleichtern. An folgendem Beispiel erklären wir Ihnen kurz, was die vielen verschiedenen Markierungen bedeuten:

Beispiel: 225/60 R 17 96 W -> ein Pfeil -> E2 -> DOT BP LB93 1119

  • 225 steht für die Breite des Reifens
  • 60 beschreibt das Verhältnis von Reifenhöhe und Reifenbreite (in Prozent)
  • R sagt etwas über die Bauart des Reifens aus - in dem Fall R für Radial
  • 17 steht für den Felgendurchmesser in Zoll - 1 Zoll ist umgerechnet 2,54 Zentimeter -> daraus ergibt sich ein Felgendurchmesser bei unserem Beispiel von 43,18 Zentimeter
  • 97 gibt den Tragfähigkeitsindex eines Reifens an - bei einem Wert von 97 liegt die Maximalbelastung bei 730 Kilogramm auf jedem Reifen
  • das W gibt die maximale Höchstgeschwindigkeit an - in unserem Fall 270 km/h

Es gibt noch viele weitere Klassifizierungen. Zu den gängigsten gehören:

  • P => 150 km/h
  • Q => 160 km/h
  • R => 170 km/h
  • S => 180 km/h
  • T => 190 km/h
  • V => 240 km/h
  • W => 270 km/h
  • Y => 300 km/h
  • ZR => über 240 km/h
  • das Symbol danach (z. B. mehrere eckige Klammern) gibt die Laufrichtung des Pneus an
  • die E-Prüfziffer sagt aus, dass die europäische Norm ECE-R30 bei der Produktion beachtet wurde
  • die DOT-Nummer verrät u. a. den Hersteller und das Alter des Reifens: Beim Beispiel "1119" steht die 11 für die Woche und 19 für das Jahr der Hersteller - als KW11, 2019.

Achtung: Manche Händler bieten zwar besonders günstige Sommerreifen an, die aber manchmal schon etwas älter sind. Achten Sie daher unbedingt auf die Angabe der DOT-Nummer beim Sommerreifen kaufen.

Bei Fragen oder für weitere Informationen zur Thematik Sommerreifen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne mit unserem Fachwissen beratend zur Seite. Kontaktieren Sie uns ganz unverbindlich telefonisch oder per E-Mail, wir beraten Sie gerne.

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